
Eine Zusammenfassung der Stromsituation von Morgen.
Über die Verhältnisse auf dem Strommarkt scheint es in den nächsten Jahrzehnten kaum Streitigkeiten zu geben. RWE, E-on, EnBW und Vattefall teilen Deutschland weiterhin in vier Besatzungszonen auf. Zwischendrin gibt es eine wachsende Zahl unabhängiger Windparkbetreiber. Hier und dort installlieren sich mittelständische Unternehmen, Kommunen und Bürger Solaranlagen auf ihre Dächer. Alles in allem soll 2020 nach offiziellen Schätzungen der Stromanteil für erneuerbaren Energien bei etwa 20-25% * liegen.
Dazu soll unser Stromverbauch, dank effizienterer Energienutzung, bis 2020 um etwa 5%* sinken. Hält die Bundesregierung am Atomausstieg fest, fallen bis 2020, Schritt für Schritt, 26% (2006) des Gesamtstroms weg*. Stellen wir uns nun vor, dass wir in zehn bis fünfzehn Jahren vielleicht 10Mio. von derzeit 43 Mio. Autos mit Strom betreiben, so steigt unser Strombedarf um Schätzungsweise 3% an**.
Weniger Sorge – weniger Hoffnung
Unterm Strich fällt die Rechnung somit bei etwa plus minus null aus. Hinzu kommt das derzeit ein Puffer von 19 Terawatt Stunden (2007, tendenz steigend), etwa 3% des Gesamtstroms*, als Überproduktion an unsere europäischen Nachbarländer verkauft wird.
Etwaige Sorgen um einen Energieengpass, oder Hoffnungen auf nennenswerte Marktbewegungen sind damit wohl auf die nächste Dekaden verschoben.
* http://www.solarplanting.de/PDF/EnergieRecherche.pdf (p.9)
* http://www.stern.de/auto/service/:Elektroautos–Mobil-Atomkraft/634731.html